ZOOM! FESTIVAL – JAZZWERKSTATT WIEN 10 JAHRES JUBILÄUM “TOMORROW IS THE QUESTION!”

jazzwerkstatt
2014 – JazzWerkstatt Wien wird 10 Jahre!
Das Motto geborgt von Ornette Coleman “tomorrow is the question!”

Wir beginnen das Jubiläumsjahr so wie alles angefangen hat – mit einem Frühjahrsfestival im WUK. 5 Tage JazzWerkstatt Wien von 1. bis 5. April im WUK Projektraum! Große Vorfreude – save the date…

1.April. – 5.April 2014

Wuk-ProjektraumWähringerstrasse 59, 1090 Wien

Beginn 20:30

zum detaillierten Programm…


Dienstag 01.04.2014

nee. feat Mira Lu Kovacs

Scene Mashup: Gregor Aufmesser

Fijuka

Mittwoch 02.04.2014

Hubert Bründlmayer – Hornhub

Scene Mashup: Johannes Bankl

JW Bern – Werkstatt Septett (CH, AT)

Donnerstag 03.04.2014

SEK Trio – „Hand“

Vincent Pongracz Synesthetic Octet

Scene Mashup: Chrissi Pfeifer

Freitag 04.04.2014

WATUSSI

Jazzator – CD Präsentation „Nonagon“

Scene Mashup: Mc Rhine feat. Gäste

Samstag 05.04.2014

Scene Mashup: David Dornig

Leo Riegler & Manu Mayr

Maja Osojnik Band

an allen Tagen: “sing me a song, ugly pet” Soundinstallation aus modifizierten Furby Puppen von Andreas Harrer

zum detaillierten Programm…

INTERVIEW MIRA LU KOVACS

lesen sie hier einen schriftverkehr zwischen mira… und leo… vor dem release 2013….

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Leo: Was liebst du am Musikerin sein am meisten?
Komponieren, Proben, Studioarbeit, Konzerte, Interviews, Pressearbeit, Gigs checken?
Mira: Ja, komponieren, also Texte schreiben und daraus Liederartiges machen, am Anfang sind sie am schönsten, am vollkommensten.
Leo: Woher kannst du Gitarre spielen?
Mira: Ich hab als Kind viel ferngesehen. Währenddessen hab ich Gitarre gespielt. Sonst: aus St.Pölten.
Leo: Du bringst jetzt bald dein Album raus. Warum kein Solo Debut Album?
Mira: Es war entweder das eine oder das andere. So ist es jetzt geworden.
Mit Band is es immer ur schön und Solo spielen lieb ich auch sehr!
Hast du das Album schon gehört?
Leo: Nein Leider noch nicht!
Mira: Wann kommt dein Solo-Debut? Das würd ich auf jeden Fall einkaufen!
Leo: Irgendwann vielleicht!
Wie lang wird dein Album?
Mira: etwa 54min, inkl. Wartezeit auf *
Leo: Und warum auf Jazzwerkstatt Records?
Mira: Ich war jahrelang Konsumentin, Zuhörerin, fands immer spannend was bei denen/euch passiert. Und momentan passt die Zusammenarbeit sehr gut für mich so.
Warum du?
Leo: Ich hab dort angefangen Musik zu machen.
Aber warum sollen wir überhaupt Musik machen?
Mira: Das weiß ich leider nicht. Manchmal ist es einfach wirklich wahnsinnig arg. Danach kann ich besonders gut atmen, oder eben schlecht, wie man´s nimmt. Ich fühl mich dann sehr lebendig.
Leo: Warum rauchst du nicht?
Mira: Ich hatte immer Angst davor und dann hab ich den Anschluss verpasst. Später vielleicht mal.
Rauchst du eigentlich?
Leo: Ja….
Aber warum sollte jemand überhaupt etwas erschaffen?
Mira: Weiß es nicht. Es hat vermutlich irgendwas mit Evolution oder Sex zu tun, dass man den Drang oft/immer wieder hat. „Sollen“ sowieso nicht..
Leo: Was hältst du von Feist?
Mira: Schwierig momentan. Großartig! Schon von historischer Wichtigkeit in meiner Welt.
Was hältst du von Ani Difranco?
Leo: Hab ich nicht gekannt, nach kurzem Youtube schauen, ich weiß nicht recht!?
Mira: Auf Youtube is nix gscheites. Ich zeig dir mal was, „bodily“ und „evolve“ is arg! Aber vielleicht is es ja nicht so deines… höre sie jedenfalls seit immer schon und ständig wieder.
Leo: Wo wären die grenzen die du für die Kunst tun würdest?
Mira: Ich hoffe es gibt Grenzen.
Leo: Würdest du im Namen der Kunst Tiere töten?
Mira: Nie Nie Niemals!
Leo: Was ist für dich das schirchste Geräusch?
Mira: Nur wenn es zu lang dauert, ein Geräusch, dann find ich es problematisch. Bestimmte Stimmen find ich anstrengend, oder Straßenlärm gepaart mit Hitze überfordert mich auch.
Leo: Was sagst du zu MusikerkollegInnen nachdem dir ihr Konzert nicht gefallen hat?
Mira: Ich dachte nach zweimaligen durchlesen dieser Frage, dass du meinst was ich sage wenn MusikerkollegInnen mein Konzert nicht mochten. Dann wäre meine Antwort wie folgt gewesen:
A: Oje.
B: Es kommt darauf an ob und wie sie mir das dann sagen. Ich stell mir oft vor wie sehr es manchen ZuhörerInnen nicht gefallen haben könnte und damit tu ich mir dann schwer, ich bin dann ratlos und dadurch ein bisschen aggressiv, auch etwas traurig.
Und auf die eigentliche Frage:
A: Nichts
B: Und? Wie geht’s?
Leo: Was machst du mit Leuten die sich nach deinen Konzerten in dich verlieben?
Mira: Ich versuche mich auch ein wenig zurück zu verlieben.
Und du?
Nichts, oder wie?
Leo: Ich verlasse das Lokal über den Hinterausgang.
Bitte beschreibe folgende Bilder in je 3 Sätzen:

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Mira: Ein stolzes Mädchen. Hinter ihr: eine Mischung aus Cello und Biene. Beim zweiten Mal hinsehen könnte es auch eine sehr große Schreibfeder sein.

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Mira: In der rechten, oberen Ecke sieht man eine Kettensäge, sieh liegt in einer Auslage.
Weiter vorne steht ein Mann mit Hut, seinem Chihuahua  und dessen Sessel.
Lose hängt eine Hängematte, beim genaueren Betrachten ist das darüber kein Regen sondern „Slimer“.
Leo: Du kratzt dich mit einer Nadel so stark am Arm. Warum?
Mira: Tu ich nicht.
Leo: Warum eigentlich nicht?
Mira: Das hinterlässt Narben, ich bin sehr, sehr eitel.
Leo: Dein Lieblings Mikrofon auf der Bühne ?
Mira: Damit beschäftige ich mich vermutlich zu wenig. Ich mochte lange das AKG C535, aber die Dynamischen sind besser für mich.
Leo: Magst du lieber Bananen Milch zum Abendbrot oder Schweinehirn vermischt mit Knochenmark zum Frühstück?
Mira: Bananenmilch zum Abendbrot. Langsam trinken!
(Es tut mir leid!!!! Ich werds dir nie wieder erzählen, wenn ich mir nach einer Mahlzeit von und mit dir den Magen verderbe)
Leo: Magst du lieber :
Range Rover oder  Hummer?
Mira: 2CV
Leo: Das gilt nicht:
Altsaxophon oder Tenor?
Mira: Alt!!
Und Range Rover von mir aus!
Leo: Cava oder Champagner?
Mira: Coca Cola
Leo: Auf Tour Rucksack oder Trolly oder Koffer?
Mira: Rucksack oder Trolly.
Leo: Bei Burschen:
Ralf Lauren oder Diesel?
Mira: Keins von beiden.
Leo: String oder Boxershort?
Mira: Zweiteres.
Leo: Was hast du letzte Nacht geträumt?
Mira: Ich hab diese Frage schon einmal in Gedanken beantwortet, zu dem Zeitpunkt hätte ich einen spannenden Traum erzählen können. An die Träume der vergangenen Nacht kann ich mich nicht erinnern. Sorry. Allgemein häufen sich aber in letzter Zeit die peinlichen Träume, also die, in denen mir was peinlich ist.
Leo: Schon mal über Selbstmord nachgedacht?
Mira: Es ist eher die Wurstigkeit die lebensbedrohlich ist. Nicht einmal eine Todessehnsucht, sondern dass es ab irgendeinem Zeitpunkt egal ist..
Leo: Meine Eingeweide flutschen mir aus dem Hals hast du einen Tipp für mich?
Mira: Lass sie gehen.

Salesny/Schabata/Preuschl/Joos: ****

“Live” (JWR 06/12) unter Best Albums Of 2013 im Downbeat:

downbeat - jan 2014

–> zum Shop

Rom Schaerer Eberle Review

nyc jazz record

Vincent Pongracz

bei der Vertragsunterzeichnung – die neue CD wird 2014 auf JazzWerkstatt Records erscheinen – wir freuen uns darauf!!IMG_3721

JazzWerkstatt Wien ZOOM! Night #5

Zum Abschluss dieses großartigen JazzWerkstatt Jahres freuen wir uns auf die letzte ZOOM! Night 2013. fr z t, ein Phänomen, bestehend aus Violine (Sophia Goidinger-Koch), Viola (Judith Reiter) und Gitarre (Klaus Haidl) macht den Anfang. Das Trio spielt Musik aus dem 20. und 21. Jahrhundert und bedient sich dabei der zahlreichen Klangmöglichkeiten, die die Instrumente über und unter den Saiten zu bieten haben und macht Gebrauch von Stimme, Körper und Accessoires. Danach freuen wir uns auf noch ein aussergewöhnliches Trio: Peter Rom (Gitarre), Klemens Lendl (Violine) und Manu Mayr (Bass) sind fixer Bestandteil des musikalischen Zentralnervensystem Wiens, wenn auch jeder in einem anderen Revier. Miteinander musizieren wollten die drei Musiker eh schon immer, in der ZOOM! Night werden sie sich also an ausgefeilt-trashigen Skizzen abarbeiten und verhallte Klangbäder nehmen. Den Scene Mashup bestreitet diesmal Dominik Fuss’ Rumpus Project. Unter dem Namen Rumpus, zu deutsch Remmidemmi, Krawall oder auch Affenkäfig, vereinen sich 5 junge Musiker zu einem gemeinsamen Projekt. Kontrapunktische Melodien und ungerade Taktarten gehören unweigerlich zur Klangvorstellung, genauso wie Momente der Ekstase.
JazzWerkstatt Wien ZOOM! Night #5
frzt  frei – zeitgenössisch – trio
Rom/Lendl/Mayr “Warm Canto”
Scene Mashup hosted by Dominik Fuss
13.11 2013 20:30 Uhr
WUK Museum
Eintritt: 7€
www.jazzwerkstatt.at

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Fotocredits:
frzt: Michael Bruckner-Weinhuber Rom/Lendl/Mayr: Rania Moslam

CD-Release Koenigleopold “Eure Armut kotzt mich an” (JWR 05/13)

Es ist soweit!!! Koenigleopold präsentieren ihr neues Opus “Eure Armut kotzt mich an” – CD RELEASE – jwr 05/13
Samstag, 2. November um 20:00

Eure Armut kotzt mich an“ ist der Titel des vielleicht meist-erwarteten Debut-Albums einer österreichischen Band seit vielen Jahren. Koenigleopold heißt die Band, besteht aus Leo Riegler und Lukas König und hat Anfang des Jahres mit ihrem Mini-Album „Aalfang“ und dem skandalumwitterten Dada-HipHop-Dubstep-Dialekt-Opus „Kohlhauser“ eine beispiellose musikalische Mischung aus Anarchie und Musikalität auf die Welt los gelassen und vor allem mit ihren Liveshows ganz Europa erobert”

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Hubert Bründlmayer “Hornhub” – Rezensionen

Hornhub Cover

“Batzn Debüt” schreibt Jazzgourmet Nüchtern (Falter) – stimmt, ich schließ’ mich an. Es ist vor allem diese hymnische Kraft, die den Sound des Harmonieinstrument-losen Sextetts und der CD ausmachen, wobei nie zu viel gebläsemäßig gepowert wird (keine Fitnessstudio-Attitüde!) – insofern irrsinnig reif und ausbalanciert, die Instrumentalbeiträge überlegt und frisch zugleich, besonders gefallen Stein (tp), Löwenstein (as), Buxhofer (b) und Leader Bründlmayer an den Drums und Kompositionen.
Die inhaltliche Reise reicht von Jazz (auch mal ein bisschen freier) bis Funk (“Lion”, “Worldchamp”) – klare, klangsinnlich komponierte Modern Jazz-Themen sind mehr als nur Sprungbretter für die kreativen Solospots.
Selten bedanken sich meine Ohren so fürs Einlegen einer CD, weil auf der Basis eines wohlbekannten und -beackerten Genres sinnliche Hörentdeckungen passieren – gesamt gesehen und im Detail. Ähnlich genossen habe ich vor 20 Jahren die “+”-CD von “Striped Roses”. Mit HORNHUB wurde wieder einmal – wie erstaulich oft – eine Qualitätsklammer und -konstante im Ö-Jazz angepinnt. Bitte das Sextett zusammenhalten und: Das Gatter ist offen für den internationalen Galopp.
Anspiel-Tipps: “Contrapez”, “Equipoise”
(Günther Wildner Newsletter Juni 2013)

“Der Projektname ist schon mal gut, das Artwork (Georg Feierfeil aka diegabi) detto, das Format sowieso: Sextett ohne Klavier. Dieses entfaltet unter der Leitung des Drummers einen wunderbar warmen bläserlastigen Ensembleklang. Der umfasst getragene Klangschichtungen über hibbeligem Be­serlflow („Jias Luce“) ebenso wie leichtfüßig-funkigen ­Groove („Lion“) und federt die solistisch schneidenden Attacken des Altsaxofons (Alex ­Loewenstein) sanft ab. Vielleicht stellenweise more sophisticated than necessary, insgesamt aber ein batzn Debüt!”
(Klaus Nüchtern in Falter : Wien 28/2013 vom 10.7.2013, Seite 28)

Die Strottern und JazzWerkstatt Wien

Es geht weiter und zwar schon nächste Woche am Sonntag 29.09. im Porgy&Bess
Wir freuen uns!

© Johannes GellnerPhoto Johannes Gellner

JazzWerkstatt New Ensemble

mit 3 Konzerten nächste Woche,

30. September 2013,  Kunsthochschule für Medien, Köln http://www.zeitkunst.eu/frischzelle/
01. Oktober 2013, BAR 227, Hamburg,  Max-Brauer-Allee 227
02. Oktober 2013, JazzWerkstatt Wien Zoom Night, Wuk, Währingerstrasse 58, 1090 Wien

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Gleichgewicht der Gegensätze

 

Zum neuen Programm des „JazzWerkstatt Wien New Ensemble“

Kalkulation und Verspieltheit, Konstruktion und Überraschung: Das sind die Pole, zwischen denen die Musik des „JazzWerkstatt Wien New Ensemble“ (= „JWNE“) oszilliert. Zwar steckt ein strukturelles Grundgerüst hinter dem neuen Programm des Ensembles, doch nehmen die kompositorischen Bahnen von Daniel Rieglers „Sympathikus – Parasympathikus“ durch den spontanen Erfindungsgeist der sechs MusikerInnen unerwartete improvisatorische Wendungen. Es ist ein Programm der Gegensätze, mit dem das „JWNE“ im Oktober 2013 auf eine kleine Europatournee geht: „Sympathikus – Parasympathikus“ spielt auf die Antagonisten unseres Zentralnervensystems an und besteht dementsprechend aus zwei sehr verschiedenen Teilen. Der erste, auf den Sympathikus ausgerichtete Teil führt die Zuhörer mit komplex verdichtetem musikalischen Material an die Grenzen ihrer Wahrnehmung. Entsprechend relaxt ist dann der zweite, auf den Parasympathikus zielende Abschnitt der Komposition, der viele Freiräume für Improvisationen öffnet, aber dennoch eine Beziehung zum ersten Teil des Stücks entwickelt: um ein Gleichgewicht des Verschiedenen herzustellen. (Reinhard Kager)

Line-up:

Agnes Heginger, Stimme
Clemens Salesny, as, cl + computer
Daniel Riegler, tb + computer
Peter Rom, e-g + computer
Bernd Satzinger, b + bass-synthesizer
Sixtus Preiss, keyb + electronics